(Natur-)Denkmäler

Der Kreek

Der Kreek (Priel) in Westkapelle entstand 1944 infolge des Bombardements. Nach der verheerenden Bombardierung und dem damit verbundenen Bruch des Deiches strömten tagelang enorme Wassermassen durch das entstandene Loch (Niederländisch gat). Der Boden des dahinter liegenden Landes wurde von der Gewalt des Wassers tief ausgespült und bildete so mit dem entstandenen Priel den heutigen Kreek.
Noch heute ist das Wasser des Kreeks salzhaltig und bietet somit Meeresfischen wie Flundern oder Aalen eine Heimat. Auf dem Kreek finden wir aber auch verschieden Vögel wie Kormorane, Enten, Gänse oder Schwäne, die man von den Rundwanderwegen aus gut beobachten kann.

Die Vroon

Die Vroon ist ein vor nicht allzulanger Zeit angelegtes Feuchtgebiet, in dem zahlreiche Vögel beobachtet werden können. Auf den sandigen, kleinen Inseln brüten im Frühjahr größere Schwärme von Schwarzkopfmöwen, Seeschwalben und Säbelschnäbler und das ganze Jahr über finden sich hier Regenpfeifer und Strandläufer. Die kleinen Wasserflächen im Reed bieten ständig Überraschungen und sind die Heimat unterschiedlicher Arten von Enten, Gänsen und Haubentauchern.
Das Schutzgebiet selber darf nicht betreten werden aber ist vom Deich oder den schön angelegten Wegen am Rand gut einsehbar. Nehmen Sie ein Fernglas mit und erforschen Sie das bunte Leben und Treiben in dieser zauberhaften Naturlandschaft. Mit etwas Glück sehen Sie vielleicht auch einen Bussard oder ein Rudel Rehe in der Dämmerung.

Denkmäler auf dem Deich

Auf dem Deich um Westkapelle stehen verschiedene Denkmäler.

Gedenktafeln für die gefallenen englischen Befreier

Nahe der Düne 'Erika' auf der Südseite des früheren Deichdurchbruchs stehen zwei Gedenktafeln, um an die 172 englischen Besatzungsmitglieder der Landungsboote zu erinnern, die am 1. November 1944 bei der Befreiung Westkapelles ums Leben kamen. An jedem Jahrestag wird hier Kränze niedergelegt und die Erinnerung wach gehalten.

Die Schoppesteele

Auf dem Deich nahe dem Westkapeller Kreek steht das Denkmal 'Schoppesteele', eines von fünf Denkmälern, die an die Bombardierung von 1944 erinnern. Drei stehen an den anderen Orten, an denen der Deich brach: Veere, Ritthem und Vlissingen. Das fünfte steht im Zentrum von Middelburg. 'De Schoppesteele' ist eine sieben Meter hohe Metallsäule, die einem riesigen Spatenstiel gleicht. Auf ihrer Spitze balanciert eine rundliche Form, die an eine fallende Bombe erinnert: Diese Bombe hat den Deich durchbohrt aber der Spaten hat ihn wieder geschlossen.

Shermantank (Der Panzer)

Direkt am Polderhuis steht oben auf dem Deich ein alter Shermantank (Panzer), der bei der Landung der Royal Marines am 1. November 1944 eingesetzt wurde. An den zweiten Weltkrieg erinnernd ist er auch ein Zeichen des Dankes an die Befreier der Niederlande.

Mühlstein der Deichmühle Prinz Hendrik

Direkt in der Nähe des Panzers liegt ein alter Mühlstein. Er ist ursprünglich Teil der Mühle 'Prinz Hendrik' gewesen, die in der Bombennacht vom 3. November 1944 getroffen und zerstört wurde.

Kunstobjekt Charley Toorop

Am Fußweg auf dem Deich findet man auch eine Erinnerung an die häufigen Aufenthalte der bildenden Künstlerin Charley Toorop (1891-1955) in Westkapelle. Diese Skulptur steht in Höhe des Deichpfahles 212 unweit vom Polderhuis Museum. Von 1924 ab bis zu ihrem Tod 1955 verbrachte Toorop beinahe in jedem Jahr die Sommerwochen in Westkapelle. Das Dorf und seine Einwohner inspirierten sie zu ihren bekanntesten und besten Werken, die dann wiederum Westkapelle und auch Zeeland im In- und Ausland bekannt machten. Aufgrund der ausgesprochenen Bedeutung Westkapelles für ihre künstlerische Laufbahn, widmet ihr das Polderhuis im Museum ein eigenes Thema.

Molukkenlager

Ganz in der Nähe des kleinen roten Leuchtturms (Het ijzeren torentje) steht ein Denkmal, welches an ein Lager für Ankömmlinge von den Molukken diente. Dieses Molukkencamp entstand im Barackenkomplex, der ursprünglich zur Unterbringung der Deicharbeiter während des Wiederaufbaus (1945-1947) Westkapelles diente.

Denkmal für die zivilen Opfer im Oktober 1944

Das Denkmal hinter dem Leuchtturm zur Erinnerung an die zivilen Opfer im Oktober 1944 ist ein weißes Hartsteinkreuz. Es steht auf einem runden Backsteinsockel und wird von einer hölzernen Bank umfriedet. Hinter dem Kreuz liegen im Halbkreis die Gräber der 158 zivilen Kriegsopfer, mit jeweils einer Natursteinplatte darauf. In der Mitte dieses Ringes steht ein Gedenkstein.